30
Nov
2011

die Zeit, sie ist ein sonderbar Ding ...

die zeit ist eine der tatsachen, die unerbittlich und unnachsichtig unser leben bestimmt; sie ist allgegenwärtig und es gibt wohl in der gesamten musik, literatur und bildenden kunst kein werk, das die zeit nicht in irgendeiner weise behandeln würde.
in einer beeindruckenden art behandelt sie - nach einem text von Johann Gabriel Seidl (1804-1875) - der von mir hochgeschätzten tonsetzer
Johann Carl Gottfried Loewe (1796 - 1869), der heute geburtstag hätte in dem schlichten strophenlied
Die Uhr
als ich dieses kleinod zum ersten mal hörte, war ich ein halbwüchsiger, der vor allen dingen romantisch sein wollte ... und auch war ... ich war dann auch über alle maßen gerührt und spiegelte voller emotionen mein ganzes "schweres" leben in diesem lied ... ;-) ...
noch heute erfreut und bewegt mich seine schlichtheit und warheit.
wer ein wenig lust hat zu meditieren, der mag bitte
Hermann Prey
zuhören und sich gefangennehmen lassen ...



Ich trage, wo ich gehe,
Stets eine Uhr bei mir;
Wieviel es geschlagen habe,
Genau seh ich an ihr.

Es ist ein großer Meister,
Der künstlich ihr Werk gefügt,
Wenngleich ihr Gang nicht immer
Dem törichten Wunsche genügt.

Ich wollte, sie wäre rascher
Gegangen an manchem Tag;
Ich wollte, sie hätte manchmal
Verzögert den raschen Schlag.

In meinen Leiden und Freuden,
In Sturm und in der Ruh,
Was immer geschah im Leben,
Sie pochte den Takt dazu.

Sie schlug am Sarge des Vaters,
Sie schlug an des Freundes Bahr,
Sie schlug am Morgen der Liebe,
Sie schlug am Traualtar.

Sie schlug an der Wiege des Kindes,
Sie schlägt, will's Gott, noch oft,
Wenn bessere Tage kommen,
Wie meine Seele es hofft.

Und ward sie auch einmal träger,
Und drohte zu stocken ihr Lauf,
So zog der Meister immer
Großmütig sie wieder auf.

Doch stände sie einmal stille,
Dann wär's um sie geschehn,
Kein andrer, als der sie fügte,
Bringt die Zerstörte zum Gehn.

Dann müßt ich zum Meister wandern,
Der wohnt am Ende wohl weit,
Wohl draußen, jenseits der Erde,
Wohl dort in der Ewigkeit!

Dann gäb ich sie ihm zurücke
Mit dankbar kindlichem Flehn:
Sieh, Herr, ich hab nichts verdorben,
Sie blieb von selber stehn.

29
Nov
2011

sie wurde im jahre 1758 in Berlin geboren ...

und kam mit 18 jahren nach Wien. sie heiratete, führte einen angesehenen literarischen salon, stellte, historisch bezeugt, den ersten weihnachtsbaum in Wien auf - ein mitbringsel aus Berlin; und sie war mitbegründerin der "Gesellschaft der Musikfreunde in Wien". sie war tante von Felix Mendelssohn Bartholdy, und sie unterstützte den Tiroler Volksaufstand gegen Napoléon.
eine außerordentlich interessante frau ...



Fanny (Franziska) von Arnstein

man kann an ihrer person sehen, dass Wien und Berlin doch irgendwie ganz gut harmonieren ... oder ???

28
Nov
2011

mal wieder einen stumpfsinn ...

ein stumpfsinn stand plötzlich ad hoc
in einem unsinnigen blog
vor scham will er flieh´n
und ein hieb überzieh´n
dem schreiber ganz derb mit ´nem stock

ein limerick rickte mit macht
zwei tage und auch eine nacht
konnt´s ende nicht finden
muss weiter sich schinden
wer hat sich den quatsch ausgedacht

wer saublöde reimt ohne geist
und so seinen schwachsinn beweist
alle leser vertreibt
dass keiner mehr bleibt
der kann es nicht besser zumeist


wie spricht doch olle Willi ...

Oft ist das Denken schwer, indes
das Schreiben geht auch ohne es.

27
Nov
2011

das brennt uns auf den nägeln ...

ballade von der integration

es ist allhier in deutschen landen
der schlimme sachverhalt entstanden
dass viel muslime hier kampieren
die wir nicht richtig integrieren

um diesen missstand zu beheben
und wir vollends in eintracht leben
mit uns´ren brüdern des islam
auf folgende idee ich kam

passende kleidung schafft´ ich an
und lese täglich im koran
damit ich besser sie verstehe
und ihnen auch noch ähnlich sehe

so nehm ich ihnen ab die plagen
damit verstummen auch die klagen
wenn jeder tät´ es auch also
wär sicher der zentralrat froh

auch die regierung wär zufrieden
und harmonie wär´ uns beschieden
allein der klerus würde giften
es könnten schäfchen dann abdriften

schlaefer

ob das die richt´ge lösung ist
ich weiß es nicht das ist der mist

26
Nov
2011

mal wieder einen stumpfsinn ...

es ist viel besser als die eile
eine gepflegte langeweile
es ist halb fünf halb sechs halb sieben
die arbeit ist derweil geblieben
dann wird es sieben und halb acht
die arbeit ist noch nicht gemacht

die zeit kriecht ohne zu verweilen
doch ich brauch sie nicht einzuteilen
und denk es wäre doch gelacht
wenn sie nicht meine arbeit macht
mich interessiert allein die frist
wann sie damit wohl fertig ist

25
Nov
2011

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen ...

frau_im_mittelalter

„was du ererbt von deinen vätern hast
erwirb es um es zu besitzen
was man nicht nutzt ist schwere last“
so paukt man´s ein jedem scholast´
doch heut verschwindet man im knast
weil ein paar taube moralisten
sich diesen blöden tag erdacht
der arme männer fertig macht

soweit man denkt in in alte zeiten
war´s guter brauch das weib zu schlagen
doch wird es ärger dir bereiten
dies schöne erbe zu erstreiten
um ohne last voranzuschreiten
es wird drum schwerlich jemand wagen
so trägt man zentnerschwere bürde
obwohl man lieber schlagen würde

uraltes deutsches volksgut ...
schlägst du deine frau und weißt nicht warum - sie wird´s schon wissen ...

23
Nov
2011

in memoriam ...

Georg Kreisler



Georg Kreisler ist tot.

FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung - vor 31 Minuten
23.11.2011 2011-11-23T07:10:00+0100 · Der österreichische Kabarettist Georg Kreisler ist tot. Der Neunundachtzigjährige starb am Dienstagmorgen ...

22
Nov
2011

unverhofft kommt oft ...

mein vater, gott habe ihn selig, war bekannt für seine vielen "sprüche"; einer ging so: "den "guten" deutschen erkennt man am zerstochenen revers." ich habe also bis dato nie einen orden oder ehrenzeichen getragen (in der DDR war man mit solchen teilen recht freigiebig).
nun ereilt mich (plötzlich und unerwartet) im blog von Teresa (https://wiederworte.twoday.net/stories/the-versatile-blogger-award/#comments), dessen fleißiger leser ich bin, das schicksal in form der verleihung des "versatilen Bloggerawards". ( versatil meint fassettenreich, universell ). natürlich fühle ich mich gebauchpinselt, obgleich ich mir keiner schuld bewusst bin ...

versatileblogge32ds5k8xle

und natürlich muss man dafür (wie im richtigen leben) etwas tun.
1. einige dinge zur person preisgeben.
2. einige andere blogs nennen, denen ich ebenfalls ein solche auszeichnung verleihe.

zu punkt 2. verweigere ich prompt die aussage, da alle, die ich vorzuschlagen hätte, schon geschlagen sind (mit dem preis).

zu punkt 2. :
über meinem ganzen leben steht ganz bewußt ein satz des von mir hochgeschätzten Georg Christoph Lichtenberg, (obwohl er mathematiker und physiker war ... hört, hört !!!). der satz geht so:
"Wenn dein Bisschen an sich nichts Sonderbares ist, so sage es wenigstens ein bisschen sonderbar."
- damit ist eigentlich das wesentliche gesagt ... alles andere ergibt sich daraus ...
- da ich ein kleines licht bin unter der sonne, bleibt also meist nur ein "bisschen" zu vermelden, das ich dann versuche mit etwas witz aufzupumpen.
- gilt es wirklich einmal, ein ernstes thema zu beackern, versuche ich mich - so gut ich es halt kann - ihm von einer ungewöhnlichen seite zu nähern.
- das hat mir in meinem berufsleben (regisseur und kameramann) ungeheuer geholfen.
- es gibt aber geschehnisse, bei denen sich diese herangehensweise strikt verbietet. ihren mächten bin ich ungeschützt ausgeliefert ...
- die musik trifft mich immer mit voller kraft ... und ich kann mich vor meinen emotionen nicht schützen ... liebe sie aber (vielleicht auch deshalb?) über alles.
- bei der lektüre von Thomas Mann, Fjodor Dostojewski, Herrmann Hesse ... um nur drei zu nennen, geht es mir ähnlich.
- dass ich einen "privatgott" neben allen anderen göttern habe, weiß jeder, der hier einmal reinschaut ... Wilhelm Busch !
- ich liebe die ... am ende mancher aussage. sie geben raum, einen gedanken weiterzudenken.
- tja,es folgen . . .

nachtrag : ich hasse die mathematik ...
wiewohl ich, wenn ein könner vor meinen augen einen komplizierten mathematische beweis führt, entzückt bin und begeistert von der LOGIK, die ja eigentlich wahre schönheit darstellt, und die vor meinen augen wie eine gotische kathedrale entsteht. dann aber denke ich nicht an den armen wicht, der später zu hause bleistiftkauend vor einer ähnlichen aufgabe sitzt.

übrigens, ich werde mir den orden nicht ans revers heften !!!
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pjerunje ...

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