11
Feb
2013

thema mit variation ...

thema von olle Williwilli-busch
Wenn einer, der mit mit Mühe kaum
gekrochen ist auf einen Baum,
schon meint, dass er ein Vogel wär,
so irrt sich der.


variation von olle josef
es klagt ein narr in diesen tagen
denn wirklich ist´s zum weinen
wenn trunkne jecken voll behagen
wie arme irre sich betragen
schon narr´n zu sein vermeinen
pathologe - 11. Feb, 12:18

'ne Zier ist wohl ein Doktorhut,
wenn man ihn nicht erschwindelt,
er tut auch der Karriere gut
solang man nicht entdecken tut
des Trägers wahr Gesindel.

Bubi40 - 11. Feb, 12:47

ein doktorhut
lässt wirklich gut
für verse sich verwenden
besonders dann
wenn man ihn kann
dem inhaber entwenden
Jossele - 12. Feb, 14:03

Zum Narr sein gehört wahrlich mehr als mit einer bunten Mütze am Kopf im Stechschritt durch Säle zu marschieren.
Man kommt ja nicht umhin, wie jedes Jahr, irgendwo des Deutschen Karnevals angesichtig zu werden, und jedes Jahr mit Gänsehaut.

Bubi40 - 12. Feb, 14:42

ein brechmittel, Jossele ...
fast genauso bescheuert wie die sogenannte "volksmusik" ...
naja, sicher gibt es viel mehr leute, denen vor Wagner graut und vor Goethe, als solche, die "volksmusik" zum kotzen finden und die karnevalsaktivitäten ...
zum glück gibt es ja die fernbedienung und den netzschalter ...
gestern sah ich "Die Fledermaus" vom vergangenen jahr aus Mörbisch in der inszenierung von Helmut Lohner, der auch den Frosch gab ... klasse ...
Teresa HzW - 12. Feb, 15:48

Froschkostüme sind dieses Jahr - so scheints mir - irgendwie "in"... wie Ihr Beide jedoch unschwer [heute] erkennen konntet [;-)] hab` ich mir keine Froschmaske aufgesetzt [weil damit könnt` ich keine B[ä]rliner verspeisen]
wiewohl ich sehr froh bin, dass unter meinem Fenster kein "Zoch kütt"

;-))
Jossele - 12. Feb, 16:13

Na ja, die Einschaltquoten bei Karneval und Volksmusik sprechen für sich, was aber noch lange kein Grund ist, diese Segnungen des Volksempfindens mit der Unterbrechung des Stromkreises oder dem Einlegen einer Konserve zu quittieren.

Ja, geb ich ja zu, Oper war auch nicht schon immer das Meine, Jazz war einmal, aber da war ich noch sehr jung, "Negermusik" (so wurde das in meinem Elternhaus abfällig bezeichnet, weil doch Rosita Serrano und dergleichen das Maß aller Dinge war).
Ja, ich hab Freddy Quinn sogar gemocht und andere Seltsamkeiten, halt g´schmackig für´s Gemüt, wovon man sich ja mit den Jahren zum Glück etwas entfernt.

Aber nie, niemals, in keiner Sekunde meines Lebens konnte ich in den Spielarten des "Humors" einiger deutscher Landstriche auch nur einen Funken Gemeinsamkeit mit mir erkennen (österreichische Faschingsgilden detto).

"Volksmusik", da fürcht ich mich schon immer, wenn im Autoradio nur Radio Niederösterreich zu empfangen ist (für Ö1 ist das Auto zu laut), weil da ist "Volksmusik".
Allerdings Volksmusik hat bisweilen was.
Bubi40 - 13. Feb, 09:15

@ Teresa

ich hoffe, dass ich es mir bei dir, durch meine abfälligen anmerkungen zum karnevalstreiben, nicht bis in die steinzeit und zurück versch ... habe. soviel ich weiß, wohnst du ja in breiten, wo schwäbisch - alemannische fastnacht angesagt ist. aber diese art zu feiern gefällt mir, im gegensatz zum rheinischen karneval, recht gut, wobei ich besonders an die wunderbaren holzmasken denke, die ja echte volkskunst sind.
aber was soll´s ... am aschermittwoch ist alles vorbei ...
Bubi40 - 13. Feb, 09:25

@ Jossele

in der tat, diese volksmusik hat was ... wenn ich von der sogenannten volksmusik spreche, dann meine ich so etwas :

Jossele - 13. Feb, 09:51

@Herr Bub, danke für diesen Ohrwurm. Und wie bekomm ich den jetzt wieder aus dem Schädel?
;-)
steppenhund - 13. Feb, 11:48

Outing

Ich schreibe in der Regel, dass ich jede Musik mag außer Volksmusik. Natürlich ist das Snobismus meinerseits.
Doch Volksmusik ist ähnlich wie Militärmusik die Reduktion auf das "Primitivste", wenn es auch gleichzeitig das Notwendigste ist. Tonika, Dominante, Subdominante. Saufen, Fressen, Ficken. Ich habe die ersten zwei umgedreht, weil Flüssiges ja noch etwas wichtiger als Essen ist.
Ich bin selbst ja eher ein Fan der symphonischen und Kammermusik. Bei den Opern Kann ich wahrscheinlich nur dreißig aufzählen, die ich mir gerne anhöre. Die beiden Richards, die meisten Mozarts, Puccini und eine Reihe slawischer Opern. Den Humperdinick, Pfitzner und Korngold mag ich natürlich auch gern. Und ein paar habe ich jetzt sicher in der Aufzählung vergessen. Was mich aber total abstößt, sind dumme Libretti. Wenn die Handlung für mich dumm oder nicht nachvollziehbar erscheint, tut es mir leid, dass der Komponist so viel Aufwand hineingesteckt hat. Da ähneln dann manche Opern auch schon der Volksmusik.
Die Fledermaus würde ich mittlerweile schon mehr der Oper als der Operette zuzählen. Ich habe die gleiche Übertragung wie oben erwähnt gesehen. Die Untertitel haben mir vor Augen geführt, wie witzig der Text wirklich ist. Dabei kenne ich die Fledermaus als "Wiener" ja in und auswendig.
Aber als kleine Abwechslung gibt es hier etwas ganz anderes:
Edvard GriegWer nicht alles anhören will, dem sei der zweite Satz ab 6.35 Minuten empfohlen. Dazu gibt es ein Nebenbemerkung. Ich habe diese Sonate (muss ein Jugendwerk sein, op. 7) vor 20 Jahren unter meinen Noten gefunden und sie ausprobiert. Sie ging so leidlich und sie kam mir technisch schwer vor. Durch Zufall habe ich diese Aufnahme von Glenn Gould vorgestern gefunden, den ich ja sonst nicht so mag. (Ausnahme Goldberg-Variationen) Der spielt die ganze Sonate so langsam, dass sie technisch gar nicht schwer erscheint. Gestern habe ich mich dann kurz vor Mitternacht daran gesetzt und die Sonate hat mir ungemein Spass gemacht. Ein paar Stellen muss ich schon üben, aber generell gibt es da absolut nichts Unspielbares. Viel Spass beim Zuhören. (Und das Summen von Glenn Gould nicht überhören!)

Bubi40 - 13. Feb, 13:03

wie so oft: der Grieg hat hier in deutschland "hausverbot". schade ...
die Fledermaus halte ich für einen wahren geniestreich, und ich liebe sie "heiß und innig" ...
es ist schon merkwürdig, an wie vielen stellen wir ähnliche ansichten haben bei der bewertung der musik im allgemeinen. dass sie Glenn Gould, mit ausnahme der Goldberg-Variationen, eher nicht mögen, kann ich durchaus teilen. ich würde meine bewuderung noch auf die ganzen Bach - Einspielungen ausdehnen. alle anderen komponisten, so meine anmerkung, konnte Gould nicht leiden, warum sonst hätte er ihre werke so verhunzt ...
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