" ... das ewig Weibliche zieht uns hinan … "
man möchte diese faustische erkenntnis für einen kolossalen irrtum halten, wenn man sich Wagners „ Lohengrin „ , und hier insbesondere die beiden weiblichen kontrahenten, etwas näher betrachtet.
es ist dies die hinterfotzige und verlogene Ortrud, die mit ihren intrigen zwei männer zu grunde richtet : 1. Graf Friedrich von Telramund, ihren gemahl, und 2. den sohn Parsifals, den gralsritter Lohengrin. der erste stirbt eines gewaltsamen todes, weil er den lügen und verleumdungen seiner angetrauten glauben schenkte, und der zweite musste wegen der - von Ortrud initiierten - notorischen neugier seines ehegesponses Elsa von Brabant, auf die liebe und das erhoffte eheglück verzichten; und er war verdammt wieder zurückzukehren in die gralsburg zu seinem vater, um hier seine zeit mit der beaufsichtigung eines alten bechers, heiliger Gral genannt, zu verbringen …
höchst unerfreulich das ganze … möchte man sich eigentlich gar nicht antun …
das aber wäre der dümmste fehler …
ich lege euch allerwärmstens ans herz :

- Klaus Florian Vogt, ein Lohengrin, der sowohl zarteste kantilenen als auch die heldischsten töne in unachahmlicher manier gestalten kann.
- Waltraud Meier, eine Ortrud, die, ausser dass sie wunderschön anzusehen ist, eben auch so wunderbar singt, wie es nur Waltraud Meier kann.
- Solveig Kringelborn, eine Elsa, die aber so gar nichts von einer „Wagner – Heroine“ hat, und die mit schauspielerischem talent und glockenklarer stimme zu begeistern weiß.
- Hans - Peter König, ein Heinrich der Vogler, der stimmgewaltig und ausdrucksstark seinen part gestaltet.
- Tom Fox, ein Telramund, der eine gottbegnadete stimme besitzt, die einem schauer über den rücken jagt.
- Roman Trekel, ein Heerrufer dessen stimmliche qualitäten ich schon des öfteren life in unserer Staatsoper bewundern durfte, und der das gesamte ensemble wohltuend abrundet.
eine wunderbare inszenierung von
Nikolaus Lehnhoff, in der kein phallus und keine nackte frau benötigt wird, um das geschehen zu begreifen.
ein bühnenbild und ein licht, das überhaupt keine wünsche offen lässt.
wenn ich noch anfüge, dass Kent Nagano die musikalische leitung hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass irgendwer auch nur ein einziges haar in der suppe findet.
eine notwendige anfügung ...
- Klaus Florian Vogt, nicht ganz unumstritten, als ein gegenentwurf zu den gewohnten "Wagnertenören" die mehr pressen und nuscheln, als ihre stimme fließen zu lassen. hier kann man, wenn man will, neben dem Lohengrin auch den Tamino hören ...
Lohengrins Gralserzählung
es ist dies die hinterfotzige und verlogene Ortrud, die mit ihren intrigen zwei männer zu grunde richtet : 1. Graf Friedrich von Telramund, ihren gemahl, und 2. den sohn Parsifals, den gralsritter Lohengrin. der erste stirbt eines gewaltsamen todes, weil er den lügen und verleumdungen seiner angetrauten glauben schenkte, und der zweite musste wegen der - von Ortrud initiierten - notorischen neugier seines ehegesponses Elsa von Brabant, auf die liebe und das erhoffte eheglück verzichten; und er war verdammt wieder zurückzukehren in die gralsburg zu seinem vater, um hier seine zeit mit der beaufsichtigung eines alten bechers, heiliger Gral genannt, zu verbringen …
höchst unerfreulich das ganze … möchte man sich eigentlich gar nicht antun …
das aber wäre der dümmste fehler …
ich lege euch allerwärmstens ans herz :

- Klaus Florian Vogt, ein Lohengrin, der sowohl zarteste kantilenen als auch die heldischsten töne in unachahmlicher manier gestalten kann.
- Waltraud Meier, eine Ortrud, die, ausser dass sie wunderschön anzusehen ist, eben auch so wunderbar singt, wie es nur Waltraud Meier kann.
- Solveig Kringelborn, eine Elsa, die aber so gar nichts von einer „Wagner – Heroine“ hat, und die mit schauspielerischem talent und glockenklarer stimme zu begeistern weiß.
- Hans - Peter König, ein Heinrich der Vogler, der stimmgewaltig und ausdrucksstark seinen part gestaltet.
- Tom Fox, ein Telramund, der eine gottbegnadete stimme besitzt, die einem schauer über den rücken jagt.
- Roman Trekel, ein Heerrufer dessen stimmliche qualitäten ich schon des öfteren life in unserer Staatsoper bewundern durfte, und der das gesamte ensemble wohltuend abrundet.
eine wunderbare inszenierung von
Nikolaus Lehnhoff, in der kein phallus und keine nackte frau benötigt wird, um das geschehen zu begreifen.
ein bühnenbild und ein licht, das überhaupt keine wünsche offen lässt.
wenn ich noch anfüge, dass Kent Nagano die musikalische leitung hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass irgendwer auch nur ein einziges haar in der suppe findet.
eine notwendige anfügung ...
- Klaus Florian Vogt, nicht ganz unumstritten, als ein gegenentwurf zu den gewohnten "Wagnertenören" die mehr pressen und nuscheln, als ihre stimme fließen zu lassen. hier kann man, wenn man will, neben dem Lohengrin auch den Tamino hören ...
Lohengrins Gralserzählung
Bubi40 - 25. Jan, 00:01
Falkin - 25. Jan, 16:42
...war es nicht die Schlange, die das vertrauensvolle Weib zu Lug und Trug verführend in die Irre verfuhr?
Und überhaupt... ist es doch hinlänglich bekannt, dass Männer ungern jenen Tatbestand zugestehen, wie das ewig Weibliche zieht sie an. Wagner hat sich sicherlich einen Korb eingefangen und dieserart seinen Frust ventiliert...
...und ist es nicht wunderschön und bezaubernd?
Erhebend, erhöhend über alle Niedertracht hinweg.
Ergo: So schlecht kann das inspirierende Weib garnicht sein. ;)
Herzlichst grüßt: die Falkin
Und überhaupt... ist es doch hinlänglich bekannt, dass Männer ungern jenen Tatbestand zugestehen, wie das ewig Weibliche zieht sie an. Wagner hat sich sicherlich einen Korb eingefangen und dieserart seinen Frust ventiliert...
...und ist es nicht wunderschön und bezaubernd?
Erhebend, erhöhend über alle Niedertracht hinweg.
Ergo: So schlecht kann das inspirierende Weib garnicht sein. ;)
Herzlichst grüßt: die Falkin
Bubi40 - 25. Jan, 18:01
liebe Falkin ...
mir bleibt eigentlich nur ein einziger satz zu sagen : was wäre der mann ohne die frau !?!
das impliziert natürlich die umgekehrte frage : was wäre die frau ohne den mann !?!
haben wir uns also, (im rahmen des erlaubten) lieb ...
naja, wenigstens achten wir uns und halten uns wert ...
mir bleibt eigentlich nur ein einziger satz zu sagen : was wäre der mann ohne die frau !?!
das impliziert natürlich die umgekehrte frage : was wäre die frau ohne den mann !?!
haben wir uns also, (im rahmen des erlaubten) lieb ...
naja, wenigstens achten wir uns und halten uns wert ...
Teresa HzW - 26. Jan, 19:59
"Meistersinger" ;-)
Ein aus der Mythenwelt entsprungener Held mit einer Herz erfrischenden, ungekünstelten Stimme, ist dieser Lohengrin!
Ihr Youtube-Ausschnitt beweist`s, lieber Josef. Ein Tenor, der es versteht, seinen Zuhörer[inne]n einen neuen Blick auf Wagners romantische Oper zu eröffnen.
Da kann man doch gar nicht anders als hin zu sinken...
;-)
Ihr Youtube-Ausschnitt beweist`s, lieber Josef. Ein Tenor, der es versteht, seinen Zuhörer[inne]n einen neuen Blick auf Wagners romantische Oper zu eröffnen.
Da kann man doch gar nicht anders als hin zu sinken...
;-)
Bubi40 - 27. Jan, 09:07
o, mein gott !!! tenor müsste man sein ... ;-)
recht haben sie, liebe teresa, man kann nicht anders.
ich freue mich 1. dass es ihnen gefallen hat, und 2. dass sie nach so langer abstinenz wieder "mit tun". ich werde gleich mal schauen, ob es auf ihrer seite etwas neues gibt ...
also, wir sehen uns gleich ... ;-)))
recht haben sie, liebe teresa, man kann nicht anders.
ich freue mich 1. dass es ihnen gefallen hat, und 2. dass sie nach so langer abstinenz wieder "mit tun". ich werde gleich mal schauen, ob es auf ihrer seite etwas neues gibt ...
also, wir sehen uns gleich ... ;-)))
Teresa HzW - 27. Jan, 10:27
Es ist nie zu spät...
...die Stimme zu ölen, lieber Josef
no: [=sächsisch ausgesprochen ;-)]
1. Sie haben auch eine sehr schöne Tenorstimme
[ausgewählt]
2. sooo lange war ich doch gar nicht "abstinent",
nur "e bissle" im "Stre[tch]",
nu gohts wiedr
3. Es w i r d wieder ein NEUES...
besonderes W e r d e n
da auf meiner Seite
:-)))
...die Stimme zu ölen, lieber Josef
no: [=sächsisch ausgesprochen ;-)]
1. Sie haben auch eine sehr schöne Tenorstimme
[ausgewählt]
2. sooo lange war ich doch gar nicht "abstinent",
nur "e bissle" im "Stre[tch]",
nu gohts wiedr
3. Es w i r d wieder ein NEUES...
besonderes W e r d e n
da auf meiner Seite
:-)))
steppenhund - 27. Jan, 10:45
Wenn man kein Tenor ist, muss man sich halt mit Klavier spielen benügen. Dass ich meine Stimme aber im Stimmbruch so verdorben habe, schmerzt mich manchmal. Ich würde gerne bestimmte Lieder singen können. Absolut unmöglich!
Teresa HzW - 27. Jan, 11:25
Klavier spielen zu können, ist doch eine wunderbare Gabe, lieber Steppenhund, v.a. wenn einer so virtuos die Klaviatur dieses Instruments beherrscht wie Sie!
Vielleicht ein schwacher Trost, aber mit dem Alter verändert sich auch die Singstimme... einst sang ich Sopran, mittlerweile reichts nur noch zum "Alt"... so is` halt.
Vielleicht ein schwacher Trost, aber mit dem Alter verändert sich auch die Singstimme... einst sang ich Sopran, mittlerweile reichts nur noch zum "Alt"... so is` halt.
Bubi40 - 27. Jan, 11:34
um es auf den punkt zu bringen ...
Teresa HzW - 27. Jan, 14:50
Hach, was haben Sie da auch für einen Schmachtfetzen mit dem jungen Jopi heraus gesucht. Und wieder das Französische... jajaja... *eins-zwei-drei-vier-links-vor-zu-hu-`rück-uuuund-dre-e-e-hen* ;-)
Aber bei der I Überschrift hätte ich eher an mahlers 8. Gedacht:)
den Goethe habe ich nur als provokanten "anreißer" dem beitrag vorangestellt.
ganz sicher kann man die 8. Mahler, diesen himmelstraum eines jeden kapellmeisters, sehr gut unter diesem zitat "auftreten" lassen. das zeigt doch wieder einmal, Goethe passt fast immer, und man muss nicht fortwährend bei Shakespeare nachschlagen ...
von Mahler rede ich gar nicht ...
Als Wort des Kompliments fiele mir "unprätentiös" ein. Und das ist im Kontext fantastisch, wirkungsvollstes Understatement.
-
"Und was hat sie jetzt davon, dass sie es weiß?" Das ist das, was mich am Libretto so stört. Natürlich befinde ich mich da im Unrecht, denn genau das ist ja das Drama.
ich werde berichten ...
Denn als ich gestern Ihren Kommentar las, machte ich sofort eine Pause und spielte zweimal die Stelle mit dem Karfreitagszauber aus dem Klavierauszug. Denn mit manchen Wagnerstücken geht es mir so: ich höre zwei Takte und kann das Radio nicht mehr abdrehen. Oder wie hier, lese ich ein Stichwort und es überkommt mich der unbändige Wunsch, mir das sofort (nachdem ich zuhause bin) wieder zu gegenwärtigen.
Das Glaubens- und das Erlösungsmotiv waren die einzigen Themen, die ich als Bub versucht hatte, mir am Klavier zusammen zu legen. Das ist etwas, was ich sonst nie tue.
Ich kann hier also nur einen Ersatz bieten: (der sowieso besser klingt)
http://www.youtube.com/watch?v=qKT6nfByKeU
Ich gebe es zu: das ist eine Musik, von der ich glaube, dass sie mich veredeln kann. (frei nach Beethoven)