2
Feb
2012

ein bonbon zum 111. geburtstag ...

Jascha Heifetz
(Iossif Robertowitsch Cheifetz,
Иосиф Рувимович Хейфец)

* 2. Februar 1901 in Vilnius, Russisches Kaiserreich (heute Litauen); † 10. Dezember 1987 in Los Angeles

einer der bedeutendsten geiger des 20. jahrhunderts.
als besondere delikatesse habe ich eine aufnahme ausgesucht, in der er mit sich selbst den wunderschönen zweiten satz aus dem Doppelviolinkonzert von J. S. Bach spielt.
wer ein paar besinnliche minuten mag ... bitte sehr ...



------------------------------------------------------------
eine bauernregel am rande ...
auch als wort des trostes zu verstehen ...

Bringt Mariä Lichtmess Sonnenschein,
wird die Kälte hernach noch größer sein

zeit 8:45, temperatur -16 grad, stahlender sonnenschein

1
Feb
2012

o zeit, o sitten !!!

in deutschlands gauen im nordost´
hat längst begonnen permafrost
nachdem tropische regenzeit
ein klimawechsel vorbereit´

doch kam nicht hitze wie verheißen
wir könn´ auf das orakel scheißen
gebraucht wird brennholz gas und kohlen
und nur ein narr wird sonn´creme holen

es lügt nicht nur die politik
auch wetterfröschen ziemt kritik
du wirst behumpst von allen seiten
wie das geschah seit ew´gen zeiten

drum hau´n auch wir uns ohne groll
mit wollust unsre taschen voll

onkel_nolte

30
Jan
2012

Johann Joachim Quantz ...

* 30. Januar 1697 Scheden bei Göttingen
+ 12. Juli 1773 Potsdam


er war der oberste musikus am hofe des "Alten Fritz" ... sein flötenlehrer, sein instrumentenbauer, der leiter seiner allabendlichen hauskonzerte; er begleitete Friedrich II. sogar auf seinen feldzügen.
Friedrich warb ihn ab vom Sächsischen Hof Dresden, und er war dem monarchen direkt unterstellt.

Johann Joachim Quantz
Concerto für Corno da caccia, Oboe, Streicher und Basso Continuo Es-Dur
III.Allegro


28
Jan
2012

unglaublich ...

parsifal

es ist, als hätte der demiurg, die nornen oder der schöpfergott selbst Richard Wagner die feder geführt, als er dieses werk zu papier brachte.
unerbittlich - in voll durchkomponierter form - wird in einem mysterienspiel die menschliche existenz in all ihren fassetten, ihrem werden und ihrem vergehen, ihren sünden und tugenden, ihrem hoffen und verzweifeln, ihrer liebe und ihrem hass, mit musik so eindrücklich erzählt, dass man sich der tragik des geschehens, das immer wieder auf das sterben und vergehen weist, absolut nicht entziehen kann. man leidet mit den darstellern dieser sich in auflösung befindlichen welt, man leidet mit Amfortas, der, ähnlich Prometheus, auf den tod und damit auf die erlösung von seinen schmerzen wartet, die nur durch einen „reinen Tor“ erfolgen kann. der vollwaise Parsifal, der wie Kaspar Hauser, auf sich selbst gestellt abgeschieden von aller zivilisation aufgewachsen ist, wird als eben dieser „Tor“ die erlösung bringen für ein ausgedientes und abgewirtschaftetes system, das nur noch aus hohlen sinnentleerten formen besteht. der oberste gralsritter Gurnemanz übernimmt stellenweise, ähnlich dem evangelisten in Bachpassionen, die aufgabe des chronisten, und er ist oberster hüter der schon im verfall befindlichen gralsburg und ihrer rituale. für mich ist die eindrucksvollste figur Kundry, die, als eine untote, in dieser und in parallelwelten über jahrhunderte in vielen existenzen ihr dasein fristet, und die am ende zusammen mit Parsifal diese sterbende welt hinter sich lässt, um so eine neue welt zu erschaffen. wenn man aber bis dahin gut zugehört hat, weiß man, dass sich die ganze geschichte wiederholen wird.


Richard Wagner - Parsifal - Akt 3:Karfreitagszauber
Gurnemanz: Matti Salminen
Kundry: Waltraut Meier
Parsifal: Christopher Ventris
Dirigent: Kent Nagano
Baden-Baden 2004
in der exquisiten regie von Nikolaus Lehnhoff




ich habe den eindruck, dass wagner sich mit diesem werk die krone der unsterblichkeit selbst aufgesetzt hat ...
aber ich bin halt kein reiner, sondern nur ein tumber tor .

25
Jan
2012

" ... das ewig Weibliche zieht uns hinan … "

man möchte diese faustische erkenntnis für einen kolossalen irrtum halten, wenn man sich Wagners „ Lohengrin „ , und hier insbesondere die beiden weiblichen kontrahenten, etwas näher betrachtet.
es ist dies die hinterfotzige und verlogene Ortrud, die mit ihren intrigen zwei männer zu grunde richtet : 1. Graf Friedrich von Telramund, ihren gemahl, und 2. den sohn Parsifals, den gralsritter Lohengrin. der erste stirbt eines gewaltsamen todes, weil er den lügen und verleumdungen seiner angetrauten glauben schenkte, und der zweite musste wegen der - von Ortrud initiierten - notorischen neugier seines ehegesponses Elsa von Brabant, auf die liebe und das erhoffte eheglück verzichten; und er war verdammt wieder zurückzukehren in die gralsburg zu seinem vater, um hier seine zeit mit der beaufsichtigung eines alten bechers, heiliger Gral genannt, zu verbringen …
höchst unerfreulich das ganze … möchte man sich eigentlich gar nicht antun …

das aber wäre der dümmste fehler …
ich lege euch allerwärmstens ans herz :

lohengrin

- Klaus Florian Vogt, ein Lohengrin, der sowohl zarteste kantilenen als auch die heldischsten töne in unachahmlicher manier gestalten kann.
- Waltraud Meier, eine Ortrud, die, ausser dass sie wunderschön anzusehen ist, eben auch so wunderbar singt, wie es nur Waltraud Meier kann.
- Solveig Kringelborn, eine Elsa, die aber so gar nichts von einer „Wagner – Heroine“ hat, und die mit schauspielerischem talent und glockenklarer stimme zu begeistern weiß.
- Hans - Peter König, ein Heinrich der Vogler, der stimmgewaltig und ausdrucksstark seinen part gestaltet.
- Tom Fox, ein Telramund, der eine gottbegnadete stimme besitzt, die einem schauer über den rücken jagt.
- Roman Trekel, ein Heerrufer dessen stimmliche qualitäten ich schon des öfteren life in unserer Staatsoper bewundern durfte, und der das gesamte ensemble wohltuend abrundet.
eine wunderbare inszenierung von
Nikolaus Lehnhoff, in der kein phallus und keine nackte frau benötigt wird, um das geschehen zu begreifen.
ein bühnenbild und ein licht, das überhaupt keine wünsche offen lässt.
wenn ich noch anfüge, dass Kent Nagano die musikalische leitung hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass irgendwer auch nur ein einziges haar in der suppe findet.

eine notwendige anfügung ...
- Klaus Florian Vogt, nicht ganz unumstritten, als ein gegenentwurf zu den gewohnten "Wagnertenören" die mehr pressen und nuscheln, als ihre stimme fließen zu lassen. hier kann man, wenn man will, neben dem Lohengrin auch den Tamino hören ...

Lohengrins Gralserzählung

24
Jan
2012

der dreihundertste geburtstag ist zu feiern ...

der geburtstag eines schöngeistes wie er im buche steht.
ein hochbegabter dilettant ...
- literat und dichter
- architekt
- philosoph
- musiker und komponist

berühmt aber wurde er als erfolgreicher feldherr, … und als der wohl beliebteste monarch der Deutschen … vielleicht besser, der beliebteste monarch aller Preußen ...

hhzFriedrichDerGrosse

Friedrich II. , alias Friedrich der Große, alias der Alte Fritz

er verordnete seinen preußen - und schon damit hat er sich, denke ich, unsterblich gemacht - per edikt die kartoffel …
er holte wegen ihrer religion verfolgte hugenotten nach Preußen,
und er siedelte sie im Oderbruch an, das er durch die umleitung der Oder als bauernland gewann.
zu seinen ersten maßnahmen als könig gehörte die abschaffung der leibeigenschaft.
sein leitspruch war : „Jeder soll nach seiner Façon selig werden“
er spielte sehr virtuos die querflöte, und komponierte gekonnt und das nicht nur für sein instrument.
daneben aber führte er auch viele kriege. u. a. die“ Schlesischen Kriege“ und den „Siebenjährigen Krieg“.

ein vielseitiger und bemerkenswerter landesvater.

politische führer seines formats findet man – gott sei´s geklagt – heute nicht mehr.


lassen wir ihn selbst " zu tone " kommen ...

Sinfonie D Dur, 1. Satz, allegro assai

19
Jan
2012

nanu ...

o seele jauchze voller lust
weil endlos fällt der regen
was anderen ein riesenfrust
das ist für mich ein segen

drum lieber regen falle weiter
aus grauen wolken ohne ende
du tröstest mich und machst mich heiter
und niemals geb´es eine wende

17
Jan
2012

17. jänner 1685 ... Wien ...

Johannes Theodat, der armenische handelsmann (* um 1640 in Istanbul; † 1725 in Wien), erhält als erster ein kaiserliches privileg für den öffentlichen ausschank von kaffee.
in der heutigen Rotenturmstraße 14 eröffnet er das erste "Wiener Kaffeehaus".
nach dem raub des feuers durch Prometheus und nach der erfindung des rades ist auch dieser vorgang als menschheitsbildend einzustufen ... und ich will nicht versäumen - voller devotion - dem freund des menschengeschlechts meine huldigung darzubringen.
Johannes Theodat lebe hoch - vivat "Hanne" !!!
logo

pjerunje ...

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Lieber Bubi, die Nachricht,...
Lieber Bubi, die Nachricht, dass es Sie doch noch gibt,...
Lo - 19. Sep, 15:35
Lieber Bubi, die Nachricht,...
Lieber Bubi, die Nachricht, dass es Sie doch noch gibt,...
Lo - 19. Sep, 15:33
Zwei sehr lange Wochen,...
Zwei sehr lange Wochen, lieber Bubi....... Hier würden...
Lo - 12. Sep, 18:31
Wer hat an der Uhr gedreht? Ist...
Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so...
Lo - 28. Mai, 11:52
Guckt
streng auf die Uhr. Vergangen sind der Wochen drei, der...
pathologe - 22. Mai, 12:57

Suche

 

Status

Online seit 5639 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 19. Sep, 15:35

Credits


Profil
Abmelden
Weblog abonnieren